Das unsichtbare Drehbuch des Lichts Filme berühren oft lange vor dem ersten gesprochenen Wort. Ein kühler Schatten auf einer Wand, ein warmer Lichtsaum im Gesicht oder ein einzelner roter Gegenstand vor einer gedämpften Umgebung können Nähe, Gefahr, Sehnsucht oder Unruhe ankündigen, bevor Handlung und Dialog diese Gefühle erklären. Farben wirken dabei wie unterbewusste Wegweiser. Sie…
Autor: lisa
Das wohlige Schaudern im schützenden Halbdunkel Wenn im Kinosaal das Licht erlischt, beginnt ein eigentümliches Spiel mit dem Kontrollverlust. Der Körper sitzt sicher im gepolsterten Sessel, der Ausgang bleibt erreichbar, und doch reagiert das Nervensystem auf jede Bewegung im Schatten, jedes Knarren hinter einer Tür und jeden Atemzug, der aus dem Off zu kommen scheint….
Das Meisterwerk das den Weltraum ins Kino holte Als 2001: Odyssee im Weltraum nach der ersten Weltpremiere am 2. April 1968 in Washington, D.C. und einer darauffolgenden Kürzung um rund 19 Minuten am 6. April 1968 in seiner endgültigen Fassung in den Kinos startete, wirkte der Film wie ein Schock aus einer anderen Zukunft. Das…
Wenn Schatten Geschichten erzählen Film Noir beginnt dort, wo das Licht seine Unschuld verliert. Eine halb geöffnete Tür, der schmale Glanz auf einer nassen Straße oder ein Gesicht, das nur zur Hälfte aus der Dunkelheit tritt, erzählen oft mehr als ein ausführlicher Dialog. Die Faszination der Schwarzen Serie liegt deshalb nicht allein in ihren Kriminalgeschichten,…
Der ununterbrochene Blick ins Herz des Geschehens Die Faszination des Kinos entsteht oft durch den Schnitt. Ein harter Wechsel kann Zeit überspringen, eine Parallelmontage zwei Orte miteinander verbinden, eine Nahaufnahme den Blick des Publikums auf ein entscheidendes Detail lenken. Die Plansequenz wählt den radikal entgegengesetzten Weg. Sie verzichtet auf diese sichtbare Trennung und lässt die…